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Donnerstag, Dezember 18, 2008

Alle auf der Suche nach dem Glück und Wohlgefühl

Quelle NZ - Nürnberger Zeitung
www.nz-online.de
von Britta Gürke


Reflektiertes Glück sei eines, das die negativen Aspekte des Schicksals nicht ausblende. «Das Gegenteil von Glück ist nämlich nicht Unglück, sondern Langeweile.»

Ein guter Gradmesser dafür sei das Zeitempfinden. «Wenn ich intensiv lebe, fliegt die Zeit nur so dahin, in der Erinnerung ist sie aber ausgefüllt und reich.

Bei totgeschlagener Zeit vergeht sie kaum im Moment, schnurrt aber im Gedächtnis zusammen zu der Frage: Was hab ich bloß die ganze Zeit getan?» Britta Gürke, dpa


Lesen Sie hier den ganzen Artikel zu Glück auf nz-onlin.de

Montag, Dezember 31, 2007

Los lassen und Geschehen lassen

Loslassen führt zur Gelassenheit

In Südindien wird eine Affenfalle zum Fang der Affen auf dem Prinzip des Nicht-Loslassen verwendet. Eine ausgehöhlte Kokosnuss mit einem schmalen Loch wird an einem Baum befestigt und mit Leckerbissen gefüllt.

Der Affe, angezogen von dem Leckerbissen, greift in die Kokosnuss, packt den Köder und kann seine geballte Faust nicht mehr aus dem engen Loch herausziehen.

Er tobt, schreit, beißt und versucht alles, was in seinen Kräften steht, um sich aus der Falle zu befreien, doch vergebens. Nur das Loslassen des Leckerbissens könnte ihn retten, doch je mehr er sich bemüht, desto fester ballt er die Faust. So wird ihm schließlich seine Gier und die Bindung an den Leckerbissen zum Verhängnis.

Diese Verhalten könnte einem bekannt vorkommen, wenn man an den ungebrochenen Ergeiz der Menschen an Erfolg, Macht, Geld und Materialismus denkt.

In ähnlicher Weise schlagen auch wir uns oft mit Hindernissen herum, können "Leckerbissen" nicht loslassen, rennen durch unsere Gier ins Verderben. Im Grunde funktionieren alle Fallen auf dem spirituellen, auf dem evolutionären Weg nach diesem simplen Prinzip.

Durch Loslassen gelangen wir zu Gelassenheit. Panik (die Logik des Krebses) löst sich auf. Gelassen sein heißt, die anderen und sich selbst so lassen können, wie sie sind sich selbst annehmen, wie man ist.

Häufig wird Gelassenheit mit Lässigkeit oder gar Nachlässigkeit verwechselt. In Wirklichkeit kommt Gelassenheit aus der Ausgeglichenheit von Seele und Geist. Gelassenheit ist etwas Herrliches und der reinste Ausdruck seelischer Gesundheit.

Sie wird bewundert und von den meisten Menschen ersehnt. Wer gelassen ist, hat eine hohe Stufe menschlichen Seins erreicht ist seelisch unverwundbar geworden.

Gelassenheit hat auch nichts mit einem dicken Fell zu tun. Wer ein dickes Fell besitzt, ist nur dickhäutig und damit stumpf. Auch wer sich einredet, dass er über den Dingen steht, weil er Erfolg im Leben hat oder hohes Ansehen genießt, ist deshalb noch nicht gelassen. Diese zur Schau gestellte Scheingelassenheit bricht unter Belastungen schnell zusammen.

Wahre Gelassenheit ist deshalb so selten, weil sie nicht durch einen Schnellkurs in Psychotechnik erworben werden kann, sondern nur durch eine Änderung meines Verhaltens. Gelassenheit stellt sich nicht von selbst ein, sondern ist ein Ausdruck geistig seelischer Größe.

Je mehr ich ICH-SELBST bin, desto gelassener bin ich.

Samstag, Oktober 06, 2007

An was glauben Sie ?

Lang ist es her seit ich hier geschrieben habe. Heute habe ich mich durchgerungen.

An was glauben Sie?
Es ist nicht der reine Gedanke oder Glaube der die Wünsche eines Menschen in Erfüllung gehen läßt. Eine positive Denkweise abgekoppelt vom Unterbewußtsein wird nie die gewünschten Ergebnisse bringen.

Eine Erfüllung seiner Wünsche tritt dann ein, wenn das Unterbewußtsein auf die Wünschen, Gedanken und Glaubenssätze dementsprechend reagiert.

Erst in Kombination zwischen Wunsch und Verinnerlichung entfaltet sich dieses Gesetzt bei allen. Die Wünsche von erfolgreichen, glücklichen oder zufriedenen Menschen werden auch nicht deshalb erfüllt weil sie bestimmten Religionen angehören und Rituale durchführen oder ständig positive Sätze aussprechen.

Die Erfüllung geschieht einzig und alleine deshalb, weil sie Geistig und Seelisch von der Überzeugung durchdrungen sind, daß ihre Wünsche verwirklicht werden. Das Gesetzt des Lebens ist ident mit dem Gesetzt des Glaubens. Der Glaube ist der Geistesinnhalt. So wie ein Mensch fühlt, denkt und glaubt, so sind auch sein Geist, sein Körper und sein Lebensschicksal beschaffen.

Das Vorsagen von "positiven Formeln" ohne innere Überzeugung daher wirkungslos. In manchen Fällen bewirkt es sogar das Gegenteil, da durch die vermeintlich positven Sätze oder Gedanken, negative Gefühle verstärkt werden.

Der Satz oder Suggestion ich bin reich, reich und nochmals reich ist auch nach der tausendsten Wiederholung vollkomen wirkungslos, wenn man im innersten (Unterbewußtsein) weiß, man ist arm wie eine Kirchenmaus.

Ich hoffe meine Zeit erlaubt es mir, die erfolgreichen Techniken zur Überbrückung solcher innerlichen Hindernisse zu beschreiben.

Samstag, April 14, 2007

Niemand ist an Ihrem Glück interessiert. Es sei denn, es nützt ihm mehr als Ihnen

Unser ganzes Leben ist ein Spiel ums Glücklichsein. Es ist ein Spiel im Spannungsfeld von Gewinnen und Verlieren. Wenn wir verlieren, löst es den Wunsch aus, beim nächsten Mal zu gewinnen.

Wenn wir gewinnen, wollen wir wissen, ob wir es noch einmal schaffen könnten. Oder wir nehmen die Herausforderung eines Verlierers an, uns den Gewinn wieder abzujagen.

Denken Sie, dieses Gesetz von Gewinnen und Verlieren gelte nur für Pokerspieler und Spielkasinos? Nein, es gilt für Beruf und Partnerschaft, für die Weltwirtschaft und die Politik. Das Gesetz des ewigen Lebensspiels ist das Gesetz von Geben und Nehmen, an dem bisher alle Bemühungen um eine friedliche Welt, in der alle Menschen gleich sein könnten, gescheitert sind.

Und warum? Weil es im Spiel um Geben und Nehmen immer Gewinner und Verlierer geben muss. Oder denken Sie, es gäbe Olympische Spiele, wenn alle dabei gewinnen könnten?

Zu dem Gesetz von Geben und Nehmen steht das Prinzip des selbstlosen Gebens im Widerspruch. Wenn Sie jemandem immer nur geben, verlieren Sie ihn als Partner im Lebensspiel, von dem Sie etwas zurückgewinnen könnten. Es sei denn, er benutzt Ihre Hilfe dazu, etwas zu schaffen, das Sie ihm wieder abnehmen möchten.

Wie Sie sehen, ist die Grundlage eines funktionierenden Lebensspiels das Bekenntnis zum gesunden Egoismus. Oder, um es in einem größeren Rahmen zu sehen, das Bekenntnis zur freien Marktwirtschaft. Warum, denken Sie, "helfen" die reichen Länder der Welt den armen Ländern mit so großem Eifer?


Doch nur, damit die armen Leute reich genug werden, um sich die Produkte kaufen zu können, die die reichen Länder ihnen verkaufen möchten.

Genauso funktioniert das Spiel in jeder Art von Partnerschaft: Wenn Sie glücklich sind, können Sie den Partner glücklich machen, damit er selbst glücklich wird und Ihnen davon wieder etwas abgeben kann.


Wenn der Partner nur nimmt, gibt es nichts, was Sie zurückgewinnen könnten. Das Gesetz von Geben und Nehmen tritt außer Kraft.

Vielleicht ist genau dies die Ursache dafür, dass in unseren Ländern jede dritte Ehe wieder geschieden wird. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Aber könnte es nicht so sein?

Wie es überhaupt möglich ist, dass alles, was Sie hier über Geben und Nehmen oder den Egoismus und die "selbstlose Hilfe" gelesen haben, nur reine Spekulation ist. Aber vielleicht provoziert es Sie dazu, sich Ihre eigene Meinung darüber zu bilden.


Statt alle diese Dinge immer nur so zu betrachten, wie Sie es von Ihren Trainern der Moral und des Wohlverhaltens bisher gelernt haben.

Glücklich und frei zu sein, bedeutet schließlich zu aller erst, sich Bewusstzumachen, dass alles im Leben zwei Seiten hat. Erst wenn wir beide kennen, können wir uns für das entscheiden, was uns auf dem Weg zum Glück wirklich von Nutzen ist.

Sonntag, April 01, 2007

Wenn Sie heute nicht mit Ihren Kindern reden, werden die Kinder eines Tages nicht mit Ihnen reden

Unsere Gesellschaft ist überfüllt von Erziehern, Moralisten, Autoritäten und Besserwissern. Sie alle werden nicht müde, uns ein Leben lang darüber zu belehren, was richtig und falsch ist und wie wir uns zu verhalten haben.

Die Belehrer sind also ständig unter uns, und es ist kein Wunder, dass viele von uns sobald sie eine Chance dazu bekommen sich genauso verhalten, wie sie erzogen worden sind: als selbstgefällige, autoritäre, nie irrende Eltern, Lehrer und Vorgesetzte.

Es gibt immer zwei Möglichkeiten, Erfahrungen, Anregungen oder Aufträge weiterzugeben: unter Drohung oder durch Überzeugen. Jemandem Wissen durch Bedrohung beizubringen bedeutet, sich in eine Position der Autorität zu begeben, von der aus man hierarchisch von oben nach unten Macht ausübt, ohne dem Betroffenen eine wirkliche Chance zu geben, eigene, vielleicht bessere Ansichten zu entwickeln.

Diese Methode der Beeinflussung setzt voraus, dass man Macht besitzt und erhält. Um sie zu erhalten, darf sich der Ausübende keine Blöße geben. Denn sobald der Betroffene hinter der äußeren Autorität die inneren Schwächen erkennt, geht die Autorität verloren.


Das bedeutet, dass Autoritätspersonen keine Kritik an ihren Entscheidungen dulden dürfen und Widerstände durch Drohung oder Bestrafung möglichst schon im Ansatz unterdrücken müssen.

Diese Strategie der Beeinflussung ist die Grundlage der klassischen Erziehung, wie sie heute noch immer in vielen Schulen, Familien und Firmen gehandhabt wird. Eltern belehren ihre Kinder mit der Zwangsbeglückungs-Formel: Tu, was wir dir sagen. Eines Tages wirst du erkennen, dass wir nur dein Bestes wollten.


Vorgesetzte unterbinden nicht selten Einwände und Ideen der Untergebenen mit dem Argument: Ich habe das schon so gemacht, da haben Sie noch in den Windeln gelegen. Hören Sie also auf mit Ihren verrückten Ideen.

Es mag schon sein, dass Kinder tatsächlich später im Leben erkennen, dass ihre Eltern in manchen Dingen recht gehabt haben. Manche Eltern allerdings bedauern, dass sie ihren Kindern früher nicht öfter die Chance gegeben haben, auch recht zu haben. Oder, um es anders zu betrachten: Wenn Sie heute nicht mit Ihren Kindern reden, werden die Kinder nicht mit Ihnen reden, wenn Sie sich später einmal danach sehnen.

Hierarchisches, autoritäres oder aber partnerschaftliches Überzeugungsprinzip, das sind die zwei Grundformen im Umgang der Menschen miteinander. Das eine bedeutet einseitige Information, die andere ist Kommunikation in beiden Richtungen.


Verbunden mit der Spannung, die für jede Art von Kreativität notwendig ist. Wer immer nur seine eigene Meinung und Erfahrung gelten lässt, hat aufgehört dazuzulernen.

Die ständige Suche nach seinem Glück aber bedarf immer neuer Impulse, aus denen wir lernen können, die Probleme immer besser zu lösen, die uns im Wege stehen.

Dienstag, März 20, 2007

Ihr Leben besteht aus Werden, Wachsen und vergehen.

Schon morgen kann es zu Ende sein. Machen Sie mit der Hoffnung Schluss, gerade Sie blieben von Krankheit und Tod verschont.


Das Hoffen darauf, dass irgendwie, irgendwann, irgend jemand dafür sorgen wird, dass sich in Ihrem Leben etwas zum Besseren ändert, gehört wahrscheinlich zu den verhängnisvollsten Ausreden dafür, seine Probleme selbst, hier und jetzt zu lösen. Das vielgepriesene "Prinzip Hoffnung" ist ein Prinzip der Selbstverleugnung.


Es bedeutet: Ich bin nicht imstande, mein Leben selbst zu bestimmen, also überlasse ich es anderen Leuten, dem Schicksal oder dem Zufall.

Es ist ein Prinzip der Flucht vor der Realität des Lebens. Einer Realität, der wir nicht entfliehen können. Diese Realität besteht darin, dass sich alles, auch unser ganzes Leben, in drei immer wiederkehrenden Phasen vollzieht: Werden, Wachsen und Vergehen.

Das ist der Rahmen, in dem wir unser Leben gestalten können. Wir können verändern, was möglich ist. Aber wir müssen respektieren, was nicht zu ändern ist.

Wir können nichts daran ändern, dass wir geboren werden und eines Tages unvermeidbar sterben werden. Es nützt uns nichts, wenn wir unser Leben oder die Zeit, in der wir geboren wurden, beklagen.


Und es nützt nichts, ein Leben lang in ständiger Angst vor Krankheit und Tod zu leben. Alles, was wir mit aller Energie tun können, ist: In der Zeit, die uns zur Verfügung steht, zu dem Menschen heranzuwachsen, der wir sein möchten.

Die Realität, mit der wir dabei konfrontiert sind, ist voll von Hindernissen und Widerständen, die wir nicht vermeiden können. Was wir tun können, ist, unsere Überlebensfähigkeiten unermüdlich zu trainieren, damit wir diesen Widerständen immer besser begegnen können.

Die Angst vor Krankheit und Tod können wir nicht dadurch bewältigen, dass wir sie verdrängen oder hoffen, dass wir möglichst lange davon verschont bleiben. Wir können uns nur darauf vorbereiten, ihnen richtig zu begegnen, wenn der Zeitpunkt der Konfrontation damit gekommen ist.

Glücklich zu leben, bedeutet also letzten Endes, das Glücklich-Sein in uns so tief zu verankern, dass wir auch im Augenblick des Todes glücklich sein können.


Was sollte uns daran hindern? Schließlich ist der letzte Tag unseres Lebens - wann immer er kommt - auch nur ein Tag in unserem Leben, an dem wir alles uns Mögliche tun können, um glücklich zu sein.

Und was die Krankheit betrifft: Wenn wir an jedem Tag aus eigener Kraft alles uns Mögliche tun, um sie zu vermeiden, ist die Chance gesund zu bleiben, ungleich größer, als wenn wir nichts anderes dazu beitragen, als darauf zu hoffen, dass jemand anderer die Schäden an uns reparieren kann, die wir selbst hätten vermeiden können.

Montag, Februar 26, 2007

Konzentration vermeidet Ärger

Wir sind so, wie wir denken. Wenn Ihnen das bewusst ist, können Sie unbezahlbare Vorteile daraus ziehen und Fehler vermeiden. Vor allem können Sie viel Zeit und Kraft sparen. Zeit und Kraft, die Sie für Ihre innere Entwicklung einsetzen können.

Überlegen Sie einmal folgenden Fall: Sie kommen abends nach Hause und schließen die Tür hinter sich. Da fällt Ihnen ein, dass in fünf Minuten im Fernsehen eine Sendung beginnt, die Sie unbedingt sehen wollen. Sie stehen noch an der Tür, aber Ihre Gedanken sind schon ins Wohnzimmer vorausgeeilt.

Sie denken: "In welchem Kanal ist diese Sendung bloß? Ich muss noch schnell im Programmheft nachsehen. "Sie ziehen Ihren Mantel aus, stecken in Gedanken verloren die Autoschlüssel in die Tasche, statt sie wie üblich auf das kleine Bord unter dem Spiegel zu legen.

Am nächsten Morgen haben Sie es wie immer eilig, aus dem Haus zu kommen. Im Vorzimmer wollen Sie nach dem Autoschlüssel greifen, aber er ist nicht da, wo er sonst immer liegt. Ein Panikgedanke durchzuckt Sie: "Wo ist der Schlüssel? Wo habe ich ihn hingelegt? Wenn ich ihn nicht rasch genug finde, komme ich zu spät zur Arbeit."

Sie versuchen, Ihre Gedanken zu ordnen und sich an den Vorabend zurückzuerinnern. Gleichzeitig beschimpfen Sie sich selbst, weil Ihnen das jetzt schon zum dritten Mal passiert.


Und so weiter und so fort. Es kostet Sie 15 Minuten an vergeudeter Zeit und Energie, bis Ihnen einfällt, dass der Schlüssel im Mantel sein könnte. Sie finden ihn und rasen los, erfüllt von Ärger, Hektik und dem Schwur, so etwas würde Ihnen nie wieder passieren.

Was aber müssen Sie tun, damit es Ihnen nie wieder passiert? Was können Sie aus diesem Beispiellernen, das wir in ähnlicher Form sicherlich alle aus eigener Erfahrung kennen? Das Lösungswort heißt: Konzentration. Was aber ist Konzentration?

Konzentration bedeutet, dass Ihre Gedanken dort sind, wo Ihre Hände sind und umgekehrt. Es bedeutet auch, eine Sache nach der anderen zu tun, und zwar das in diesem Augenblick Wichtigste zuerst.


Das Beispiel mit dem Schlüssel mag Ihnen vielleicht ein wenig simpel erschienen sein, aber sind es nicht genau diese vielen scheinbar völlig unwichtigen Dinge des täglichen Lebens, die uns oft für den Rest des Tages aus der Bahn werfen?

Nur fünf Sekunden Konzentration auf den Augenblick des Schlüsselweglegens im Vorzimmer, ehe wir uns auf das Fernsehprogramm konzentrieren und was alles hätten wir uns am nächsten Morgen erspart?

Wenn wir uns solche Zusammenhänge im Alltag immer wieder bewusst machen und die Konzentration der Gedanken auf den Augenblick hier und jetzt dabei trainieren, lernen wir von Tag zu Tag in kleinen Schritten, Hindernisse von vornherein zu vermeiden.

Mittwoch, Februar 21, 2007

Zukunft Leben: Über Tabus, Trends und Zufälle

Zu den beliebtesten Ausreden, von der Verantwortung für uns selbst abzulenken, gehört die Verantwortung, die wir angeblich für andere übernehmen. Vor allem für Menschen und Dinge, die sich gegen diese Aufdringlichkeit nicht wehren können.

Dazu gehört der beliebte Anspruch, die Natur vor uns Menschen schützen zu wollen. Spielen Sie auch mit diesem Gedanken?

Darüber nachzudenken erscheint vor allem dann sinnvoll, wenn Sie entschlossen sind, Ihr Leben nach eigenen Vorstellungen, aus eigener Kraft und Verantwortlichkeit zu führen.

Das bedeutet schließlich: Sie selbst sind sich das Wichtigste in Ihrem Leben. Zuerst fühlen Sie sich für Ihr eigenes Glück, Ihre Gesundheit und die Harmonie mit sich selbst verantwortlich. Alles andere ergibt sich wenn Sie reif dafür sind ganz von selbst.

Natürlich sind Sie mit dieser Einstellung ständig den Zweifeln ausgesetzt: "Liege ich damit wirklich richtig? Mache ich mich nicht zum weltfremden, egoistischen Sonderling? Sollte ich mich nicht doch lieber anpassen und einordnen und das tun, was alle tun?"


Die Antwort darauf können nur Sie selbst sich geben. Es ist um es noch einmal zu wiederholen die Entscheidung, die den Lauf Ihres Lebens bestimmt:

Lebe ich angepasst und lasse andere, die Gesellschaft, die Vorschriften, Tabus, Trends und Zufälle über mein Leben bestimmen?
Oder lebe ich mein Leben nach eigenen Vorstellungen, auch wenn ich damit auf Widerstände stoße?

Viele dieser Widerstände kommen über Schleichwege auf Sie zu. Etwa dadurch, dass Sie ständig mit der Angst infiltriert werden, die Natur ginge daran zugrunde, dass Sie sich nicht genügend um sie kümmern. Indem Sie vielleicht für den Schutz der Wale, Robben oder des Regenwaldes in Südamerika kämpfen.

Wenn Sie erst einmal angefangen haben, sich für die "Natur" verantwortlich zu fühlen, weil sie angeblich in so großer Gefahr ist, werden Sie vermutlich nie wieder Zeit finden, darüber nachzudenken, in welcher Gefahr Sie selbst sich befinden, wenn Sie vor lauter Fremdverantwortung vergessen, welche Verantwortung Sie für sich übernehmen sollten.

Erst kürzlich trat ein Abgeordneter der Grünen, also einer politischen Gruppierung, die sich in besonderer Weise für Ökologie und Naturschutz stark macht, öffentlich für die Abschaffung mancher technischen Errungenschaften ein, die zu einem sogenannten sauren Regen führen, der unsere Wälder zerstört.


Keiner von den Leuten, die diesen Mann kennen, fand es allerdings ungewöhnlich, dass der wortgewaltige Naturschützer täglich 80 Zigaretten raucht, die seine Lunge viel mehr gefährden als die Technik den Wald.

Könnte es nicht sein, dass dieser Mann für seine Umwelt viel mehr tun könnte, wenn er sich nicht so sehr um die Rettung der Natur als vielmehr um die Rettung seiner eigenen Gesundheit kümmerte?

Freitag, Februar 16, 2007

Alle Energie kommt aus der Spannung zwischen einem Wunsch und seiner Erfüllung

Der Traum vom wunschlosen Glück verleitet manche Menschen dazu, den Risiken und der Spannung im Leben auszuweichen. Sie verleugnen das Unglück, weil sie krampfhaft auf die Vorstellung fixiert sind, das Leben sei erst schön, wenn sie immer nur glücklich wären. Dabei gibt es kein Glück ohne Unglück und keinen Erfolg ohne Niederlage.

Es ist die Spannung zwischen Wunsch und Erfüllung, die uns weiterbringt. Wenn Sie wunschlos glücklich wären und heute schon mit absoluter Sicherheit wüssten, was morgen passiert, wenn Sie eine Sache in Angriff nähmen und Sie wüssten immer schon im voraus, dass sie Ihnen gelingt, wo bliebe da der Reiz des Lebens?

Wunschlos glücklich zu sein, hieße das Ende der Neugier, es gäbe in uns keinen Impuls mehr, alle unsere Kräfte und Fähigkeiten einzusetzen, um uns einen Wunsch zu erfüllen. Denn weder der Wunsch noch seine Erfüllung machen das Lehen aus, sondern das Auf und Ab auf dem Weg dorthin.

Erst dieser Leidensweg und seine Bewältigung machen die Freude aus, die unser Herz höher schlagen lässt, wenn wir es wieder einmal geschafft haben. Das ist es schließlich auch, was das Glück ausmacht.


Alles das sollte uns veranlassen, das Unglück und die Spannung, die Niederlage und das Leiden genauso anzunehmen wie das Glück. Wir brauchen beide, denn nur die Spannung zwischen Wunsch und Erfüllung schafft in uns den Impuls zum Handeln.

Erst die Gefahr mobilisiert unsere Kräfte, die notwendig sind, um ihr zu entrinnen. Wenn Sie krank sind und Sie sind nicht entschlossen, wieder gesund zu werden, verkümmert die Kraft, die Sie wieder gesund macht.


Der Startschlüssel, der den Motor zum Überleben anwirft, ist die Entscheidung: "Ich werde wieder gesund." Dieser Schlüssel ist nicht der Arzt, der Sie operiert, oder das Medikament, das er Ihnen verschreibt, es ist Ihre Entscheidung, für die niemand anderer verantwortlich ist als Sie selbst.


"Wir sind so, wie wir denken", erinnern Sie sich an diesen Hinweis? Wenn Sie denken: "Ich bin unheilbar krank, und niemand kann mir helfen", ist es so, als würden Sie den Motor abstellen, der Sie zum Weiterleben motiviert.

Wenn Sie wunschlos glücklich wären, gäbe es auch keinen Wunsch mehr, den Sie sich erfüllen wollten. Keinen Impuls, etwas zu verändern. Keine Spannung und keinen Höhepunkt. Es wäre, als hätten Sie den Strom abgeschaltet, der Licht und Wärme in Ihr Leben bringt.


Heißt das, Sie sollten den Traum vom wunschlosen Glück nicht mehr träumen? Natürlich sollten Sie das nicht. Träumen Sie ihn und hören Sie nie auf, ihn zu träumen. Aber seien Sie sich klar darüber, dass er sich vielleicht niemals oder ganz anders erfüllt, als Sie es sich erträumten. Benutzen Sie ihn als Motor, der Sie vorantreibt von Wunsch zu Wunsch.

Aber hüten Sie sich davor zu resignieren. Und wenn Sie tatsächlich manchmal Augenblicke des wunschlosen Glücks erleben: Wachen Sie am nächsten Morgen mit einem neuen Wunsch auf, den Sie sich erfüllen möchten.

Mittwoch, Jänner 31, 2007

Selbstanalyse, auf der Flucht von mir Selbst

Was immer wir im Leben erreichen wollen, stößt irgendwann einmal auf Hindernisse. Auch wenn wir uns noch so frohen Mutes auf den Weg machen, einmal kommt der Augenblick des Zweifelns.

Auf diese Krise sollten Sie vorbereitet sein, damit Sie nicht daran scheitern. Die beste Vorbereitung besteht darin, sich bewusst zu machen, dass jede Krise eine Entscheidung verlangt. Die Entscheidung: "Flüchte ich vor ihr oder überwinde ich sie?"

Wenn Sie sich zur Flucht entscheiden, sollten Sie keine falschen Erwartungen haben. Keine Flucht, und wenn sie anfangs noch so verlockend erscheint, löst Ihr Problem. Das Problem ist in Ihnen und begleitet Sie.

Sie können es verdrängen oder für einige Zeit vergessen, aber es ist immer da und beschäftigt Sie. Sie können einem Problem nur entkommen, wenn Sie es lösen. Das sollten Sie sich bewusst machen, ehe Sie die Flucht ergreifen.

Und da ist noch etwas, das Sie wissen sollten: Jeder gelungene Versuch, ein Problem zu lösen, ist ein Trainingsschritt zur Stärkung Ihres Selbstbewusstseins. Jede Flucht ist ein Trainingsschritt zur Schwächung Ihres Selbstbewusstseins.

Im Augenblick der Krise neigen wir dazu, uns eine Flucht als Lösung einzureden. Um diesen Selbstbetrug zu verhindern, ist es nützlich, die Flucht als solche rechtzeitig zu entlarven.

Hier sind die fünf häufigsten Flucht-Variationen:

1. Die Flucht in die Arbeit: Geschäftigkeit, das Geld, der gute Ruf und der Erfolg, den Sie damit erringen, mögen Ihnen die Bewunderung Ihrer Mitwelt einbringen. Aber wenn Sie das persönliche Glück als Ihr wichtigstes Lebensziel betrachten, ist es wichtiger, zuerst an sich selbst und dann erst an die anderen zu denken.

2. Die Flucht in die Autorität: Wenn Sie Ihre eigenen Wünsche kraft Ihrer Autorität bei anderen Menschen durchsetzen, bedeutet es sehr oft nichts anderes, als dass, Sie andere erniedrigen, um sich Selbst zu erhöhen.
Aber niemand kann glücklich sein, wenn er andere unglücklich macht.


Die Autorität, die Sie durch Ihr Wissen bei anderen erlangen, ist oft nur ein Ersatz für das Versäumnis, alles über sich Selbst zu wissen.

3. Die Flucht in das Vergessen: Ein Problem zu vergessen, heißt nichts anderes, als es für einige Zeit aus dem Bewusstsein zu verdrängen. Aber Ihr Unterbewusstsein vergisst nur gelöste Probleme.

4. Die Flucht in die Ferne: Wenn Sie dort nicht glücklich sind, wo Sie sind, werden Sie auch im schönsten Land der Welt nicht glücklicher sein.

5. Die Flucht in die Projektion: Wenn Sie der Sieg eines Helden, mit dem Sie sich identifizieren, heute auch noch so glücklich macht, dieses Glück ist vorbei, wenn er eines Tages zum Verlierer wird und Sie sich einen neuen Helden suchen müssen.


Damit er für Sie die Siege erringt, die Sie sich selbst nicht zutrauen.

Freitag, Jänner 26, 2007

Schuld und Sühne

Schuld und Sühne ist Ihnen bewusst, welchen selbstzerrstörerischen Einfluss diese verhängnisvolle Kombination auf Sie haben kann? Wann immer Sie sich für etwas schuldig fühlen, das Sie getan haben, werden Sie zum leichten Opfer für Leute, die von Ihrer Sühne profitieren.

Der Nährboden für unsere Schuldgefühle sind die längst unüberschaubar gewordene Fülle von Geboten und Verboten, die uns von Kindheit an anerzogen werden. Unser ganzes Leben wird von der autoritären Unterdrückungsbotschaft begleitet: "Das darfst du nicht!"


Wir begegnen ihr daheim, am Arbeitsplatz, an jeder Straßenkreuzung und in den Medien, wo uns selbstgefällige Weltverbesserer immer neue Schuldgefühle einreden wollen:

Wir sollen uns schuldig fühlen, weil es uns besser geht als anderen
Wir sollen uns schuldig fühlen, wenn wir Tiere nicht genauso behandeln wie Menschen.


Wir sollen uns schuldig fohlen, wenn wir unsere Nächsten nicht mehr lieben als uns selbst.


Wir sollen uns schuldig fühlen, wenn wir nachts auf der Autobahn schneller fahren, als es erlaubt ist, obwohl weit und breit kein anderes Fahrzeug sichtbar ist.

Schuldgefühle sind das unsichtbare, in unser Denken eingepflanzte Lenkungsinstrument zum Nutzen jener, die sie uns beibringen. Hausfrauen sollen sich schuldig fühlen, wenn sie nicht das Mittel kaufen, das die Wäsche wirklich weiß macht und das Geschirr garantiert sauber spült.


Die Besitzer von Hunden und Katzen, die ihren Lieblingen nur Überreste ihrer Mahlzeiten füttern, sollen sich schuldig fühlen, wenn sie sehen, wie liebevolle Tierfreunde in der Fernsehwerbung ihre Lieblinge nur mit dem Besten vom Besten aus der gekauften Dose verwöhnen.

So wie jeder Gedanke und jede Idee nach Verwirklichung verlangt - so ist es uns anerzogen worden - verlangt jede Schuld nach Sühne. Ein Leben lang begleitet uns die massive Drohung: "Wenn du nicht tust, was von dir erwartet wird, wirst du bestraft."


Diese Formel ist uns so sehr in Fleisch und Blut übergegangen, dass Schuldgefühle uns auch dann nicht verlassen, wenn man uns bei einer verbotenen Handlung nicht erwischt.

Das "Gewissen" in uns selbst treibt uns zur selbst auferlegten Sühne

Natürlich funktioniert dieses manipulative Instrument der Erziehung nur so lange, wie wir uns den Geboten und Verboten unserer Lebenstrainer willenlos unterwerfen.


Sie treten - wenigstens teilweise - außer Kraft, wenn wir damit beginnen, uns selbst nach eigenen, individuellen Maßstäben zu selbstdenkenden mündigen, selbstverantwortlichen Bürgern zu erziehen.

Wer sich für sein Denken, Fühlen, Glauben und Handeln selbst verantwortlich fühlt - das wissen wir ja längst -, braucht niemanden mehr, der ihn bevormundet und auf dem Umweg von Schuldgefühlen für seine Interessen missbraucht.

Dienstag, Jänner 23, 2007

Lieb dich Selbst, dann liebt dich das Leben

In uns allen ist das unstillbare Bedürfnis nach Nähe, Wärme, Verständnis und Zärtlichkeit. Und gleichzeitig ist in uns die Angst davor, alles das nicht zu bekommen. Wenn wir Augenblicke der Befriedigung dieser Bedürfnisse erleben, sind sie mit der Angst verbunden:

"Was wird nachher sein?" Vielleicht auch mit dem Misstrauen: "Ist das, was ich da von jemandem erfahre, auch ehrlich gemeint?"

In uns allen ist das unstillbare Bedürfnis nach Nähe, Wärme, Verständnis und Zärtlichkeit. Und gleichzeitig ist in uns die Angst davor, alles das nicht zu bekommen. Wenn wir Augenblicke der Befriedigung dieser Bedürfnisse erleben, sind sie mit der Angst verbunden:

"Was wird nachher sein?" Vielleicht auch mit dem Misstrauen: "Ist das, was ich da von jemandem erfahre, auch ehrlich gemeint?"

Tatsächlich sind - wie wir alle wissen - Verständnis, Zuneigung und Zärtlichkeit auch Instrumente des manipulativen Spiels. Um einen Fisch zu fangen, hängt man einen Köder an den Angelhaken, von dem man weiß, dass der andere ganz verrückt danach ist.


Für die meisten Menschen ist es selbstverständlich, dass Sie Bedürfnisse wie jenes nach Zärtlichkeit von anderen Menschen erwarten. Genauso wie bei den Bedürfnissen nach Liebe, Gerechtigkeit oder Sicherheit.

Was aber geschieht, wenn wir es nicht auf eine Weise bekommen, wie wir es uns wünschen? Könnte nicht die Möglichkeit bestehen, dass wir es erwarten, aber gar nicht imstande sind, es anzunehmen? Und warum nicht? Vielleicht, weil wir uns selbst nicht geben, was wir von anderen erwarten.

"Erwarte von niemandem etwas, was du nicht bereit bist, Selbst zu geben." Diese edle Binsenweisheit leuchtet uns allen ein, auch wenn wir sie nicht befolgen. Sie gehört zu den unaufhörlichen Aufforderungen wie: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." Wie aber kann ich jemanden lieben wie mich selbst, wenn ich mich selbst gar nicht liebe?


Wie kann ich die Zärtlichkeit eines anderen erleben, wenn ich mich ständig frage: "Ist es ehrlich gemeint?" oder "Was wird morgen sein?"

Diese Ängste haben nichts mit dem anderen zu tun. Sie sind in mir selbst. Ich bin es der sich davor fürchtet morgen nach der Zärtlichkeit von heute wieder alleingelassen zu sein. Ich habe Angst davor mit mir alleingelassen zu werden.


Also kann ich das Problem nur bei mir selbst lösen weil die Ursache meiner Angst bei mir selbst liegt: Ich fürchte mich vor mir selbst. Daran ändert sich auch nichts, wenn ich anderen die Schuld für meine Verlassenheit zuweise.

Wie Sie sehen, sind wir mit diesen Überlegungen wieder einmal beim Ausgangspunkt des selbstverantwortlichen Glücklichseins angelangt. Oder um es anders auszudrücken: Wenn wir lange genug trainieren, unser Leben zu klären und in Harmonie mit uns Selbst zu kommen ist es nicht mehr erforderlich diese Harmonie von anderen zu erwarten.


Wenn ich immer besser die Ursachen meines Unbehagens, meiner Ängste und Frustrationen kennenlerne, die meinem Glück im Wege stehen, weil ich es täglich trainiere um so selbstbewusster werde ich im Umgang mit mir selbst.

Vorausgesetzt natürlich Sie entscheiden sich für dieses Training und hören nie wieder damit auf, bis alles das, was Sie erreichen wollen ganz von selbst geschieht.

Freitag, Jänner 19, 2007

Nachgedacht - Über das Mitleid für andere

Zu den Vorstellungen vom guten Menschen, der viele von uns zu sein vorgeben, gehört die Warnung: "Wer kein Mitleid empfindet, ist hartherzig." Eine Behauptung, die Herzen rührt und Schuldgefühle erweckt. Und nichts macht Menschen so lenkbar, wie die Angst, in den Augen der Mitwelt kein guter Mensch zu sein.

Dabei verhält es sich mit dem Mitleid ähnlich wie mit der Mahnung zur Nächstenliebe. Sie wissen ja: "Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst." "Wie dich selbst. .." aber setzt voraus, dass wir zuerst uns selbst lieben, ehe wir jemanden anderen lieben können. Eine Aufforderung zum gesunden Egoismus. Welchen Grund hätten Egoisten also, sich schuldig zu fühlen?

Mitleid zu zeigen ist die Ermahnung, mit jemand anderem mitzuleiden, dem es schlechter geht als uns. Wir sollen mit ihm leiden. Wenn es uns gut geht, wenn wir aus eigener Kraft glücklich sind, sollen wir unsere Selbstsicherheit verleugnen und uns zum Leiden zwingen und Opfer bringen.

Ist es nicht interessant, dass die Leute, die uns diese Botschaft vermitteln, meistens auch jene sind, die uns ihre Kontonummer bekannt geben, auf die wir unser Schuldgefühl in barer Münze einzahlen sollen ? Auf diese Weise bekommen wir die Nutznießer unserer Opferbereitschaft erst gar nicht zu Gesicht. Statt den Erfolg und die Freude unseres Mitleids selbst zu erfahren, nehmen andere sie für sich in Anspruch. Was also tun wir wirklich für jemanden, der Hilfe braucht? Wir benutzen unsere Opferbereitschaft als Entschuldigung dafür, selbst nichts für ihn zu tun.

Was nützt es also uns selbst und dem Hilfsbedürftigen, wenn wir mit ihm leiden? Wie es scheint, nützen wir weder ihm noch uns. Wenn wir mit jemandem leiden, unterstützen wir ihn nur in seinem Leiden. Wir trösten ihn damit, aber wir zeigen ihm nicht, welche Erfahrungen wir selbst gemacht haben, um unsere eigenen Leiden zu bewältigen.

Wir verhalten uns wie Eltern, die ihre Kinder durch übertriebene Fürsorge daran hindern, selbst aus Fehlern zu lernen, statt ihnen vorzuleben, wie man Probleme löst. Natürlich werden diese Eltern manchmal darunter leiden, wenn das Kind eine Niederlage erleidet. Aber hilft man ihm nicht besser durch die Ermunterung, es noch einmal zu versuchen, statt mit ihm zu leiden und dadurch sein eigenes Leid zu verstärken?

Jeder, dem es schlecht geht, hat- wie wir alle -immer zwei Möglichkeiten, etwas zu verändern: Entweder er stärkt seine Kräfte und hilft sich selbst, oder er macht sich vom Mitleid anderer abhängig und lernt nie, sich selbst zu helfen.

Vermutlich sagen Sie jetzt: "Aber es gibt doch so viele Menschen in der Welt, die unsere Hilfe brauchen. Denen muss doch geholfen werden." Ein starkes Argument. Aber warum gehen Sie nicht hin und helfen ihnen wirklich? Statt sich von Ihrem Schuldgefühl mit einer anonymen Spende freizukaufen, die weder Ihnen noch dem etwas nützt, der vielleicht Ihre Hilfe braucht.

Samstag, Jänner 13, 2007

Der Weg zu sich Selbst

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, auf welche Weise der Neid Ihr Leben beeinflusst? Sie haben recht gelesen: der Neid. Jemand hat etwas, was Sie nicht haben oder nicht haben können - und deshalb beneiden Sie ihn.

Jemanden zu beneiden bedeutet, dass wir uns bei dem, was wir sein oder besitzen möchten, nicht nach unseren eigenen Wünschen und Bedürfnissen orientieren. Sie kommen nicht von innen aus uns selbst, sondern werden von außen so stark angeregt, dass wir es auch besitzen oder erfüllen möchten.

Neid entsteht, wenn wir selbst nicht wissen, was wir sein wollen und was wir brauchen, um glücklich zu sein. Wir wissen es nicht, wenn wir die Grundfragen unseres Lebens nicht eindeutig für uns geklärt haben:

Wer bin ich wirklich?
Was macht mich wirklich frei und glücklich?
Was brauche ich, um frei und glücklich sein zu können?

Um es noch einmal zu betonen: "Was brauche ich", und nicht: "Was haben andere, was ich ihnen nachmachen könnte?"

Das Erwecken von Neid ist eine der bewährtesten Strategien im ewigen manipulativen Spiel des Lebens. Neid ist das Motiv mancher ehrgeizigen Ehefrauen, ihre Männer zu immer größeren Leistungen anzuspornen. Neid ist ein Motiv, das viele Menschen zum Handeln treibt.

Entweder Sie strengen sich an, um das zu bekommen, was jemand besitzt, den Sie beneiden. Wenn Sie es schließlich besitzen, wird es nicht lange dauern, bis irgend jemand anderer erneut Ihr Neidgefühl erweckt -und das Spiel beginnt von vorne.

Oder Neid wird zur Aggression: Man holt sich von denen, die etwas besitzen, mit Gewalt, worum man sie beneidet.

Wir alle sind an jedem Tag und auf vielerlei Weise den Neid-Impulsen ausgesetzt. Alle, die uns Ideen, Produkte, Sicherheit oder Glaubensbekenntnisse verkaufen möchten, sind ständig bemüht, in uns Bedürfnisse und Wünsche zu erwecken. Sie versuchen es mit Argumenten.


Sie versuchen es mit schönen Bildern und Sprüchen. Sie versuchen es, indem sie uns Angst machen oder indem sie unseren Neid erwecken.

Sie tun es, indem sie uns zum Vergleich verlocken. Ihre Botschaft lautet: "Da ist jemand, der hat etwas, was du unbedingt haben musst, um genauso gut und schön, jung und gesund und reich zu werden wie er." Diese Vorbilder zeigen sie uns auf Zigarettenpackungen und Plakaten.


Und natürlich Tag für Tag im Fernsehen: Der Mann im noch eleganteren Auto. Die junge Frau mit dem verführerischen Duft.

Der Teenager, der glückselig an einem Schokoladeriegel knabbert, um den ihn seine Freunde beneiden. Wer selbst nicht weiß, was er wirklich will und braucht, hat es tatsächlich nicht leicht, allen diesen Neid-Impulsen zu widerstehen.

Finden Sie Ihren eigenen Weg mit Hilfe der Selbstanalyse?

Donnerstag, Jänner 11, 2007

Ich glaube an mich: heißt sich selbst helfen auf dem Weg zu seinen Träumen

Manches in unserem Leben wissen wir, anderes glauben wir. Was unserem Glück sehr oft im Wege steht, ist die Unfähigkeit, Wissen und Glauben voneinander streng zu trennen.

Manches glauben wir zu wissen, aber wir wissen es gar nicht. Wir glauben es nur zu wissen, weil andere es uns solange eingeredet haben, bis wir daran glauben. Dabei ist der Glaube die starke Kraft, die uns Leistungen vollbringen lässt, die wir uns vorher niemals zugemutet hätten.

Der Großteil dessen, was wir an jedem Tag tun, beruht auf unserer Erkenntnis: "Das ist mir schon oft gelungen, also kann ich es." Diese Erfahrung gibt uns Sicherheit. Wir haben eine Handlung lange genug eingeübt, also gibt es keinen Grund, daran zu zweifein, dass wir es auch diesmal schaffen werden."

Wir glauben daran, dass wir es schaffen können. Deshalb gelingt es uns auch. Was aber geschieht in unserem Denken, wenn wir uns etwas als Ziel stecken, von dem wir nicht aus Erfahrung wissen, ob es uns gelingen wird?

Zwei Möglichkeiten stehen uns dann offen: Entweder wir zweifeln, oder wir glauben daran, dass es uns gelingen wird. Dieser Glaube bedeutet, dass wir uns die Kraft zutrauen, etwas Neues zu schaffen.


Wenn es uns gelingt, hat uns die Kraft des Glaubens dazu verholfen. Dieser Glaube beginnt bei dem Gedanken: "Ich schaffe es." Wenn wir denken: "Das habe ich noch nie gemacht, also riskiere ich es erst gar nicht", siegen die Zweifel in unserem Denken über den Glauben an unsere eigenen Kräfte.

Wie Sie sehen, hängt das Erreichen vieler Ziele sehr oft davon ab, wie wir denken. Der Glaube beginnt bei unserem Denken. Wenn wir also unser Denken ganz bewusst mit der Formel trainieren: "Ich schaffe es", auch wenn ich nicht weiß, ob ich es schaffe, trainieren wir damit auch den Glauben an unsere eigene Kraft.

An die eigene Kraft, unsere eigenen Ziele zu erreichen. Wenn wir das nicht tun, sondern an uns selbst zweifeln, suchen wir oft Zuflucht beim Glauben an andere Leute und deren Versprechungen wie: "Wenn du das tust, was ich dir sage, helfe ich dir dabei, es zu erreichen." Dieser Glaube an andere und ihre Versprechungen macht uns davon abhängig.

Wenn Sie allerdings entschlossen sind, Ihr Glück aus eigener Kraft zu erreichen, gibt es für Sie gar keine andere Möglichkeit, als daran zu glauben, dass Sie alles, was Sie erreichen wollen, aus eigener Kraft erreichen werden.


Sie können also diesen Glauben so lange durch den Gedanken: "Ich schaffe alles, was ich erreichen will, aus eigener Kraft" trainieren, bis er eines Tages stärker in Ihrem Denken verankert ist als alle Zweifel.

Dann ist es nicht mehr notwendig, sich dem Glauben an andere Leute und ihre Ideen, Versprechungen und Angebote auszuliefern.

Dienstag, Jänner 09, 2007

Alles im Leben hat zwei Seiten

Alles im Leben hat zwei Seiten. So selbstverständlich das auch klingen mag, so wenig beachten wir es bei vielen unserer Entscheidungen. Und haben dann darunter zu leiden.

Kaum anderswo zeigt es sich deutlicher, als in der Partnerschaft. Vor der Ehe zeigen sich die Partner von ihren besten Seiten. Nachher entlarvt die Routine des nüchternen Alltags, was vorher bewusst oder unbewusst verborgen blieb: Die andere Seite der Medaille.

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Jeder will, dass seine Mitwelt ihn so sieht, wie er gesehen werden möchte. Das gilt für die Partnerschaft genauso wie für alles, was uns angeboten wird. Oder haben Sie in der Werbung schon einmal erlebt, dass man Sie auch auf die Nachteile eines Produkts aufmerksam macht?

Die Dinge des Lebens nur von einer Seite zu betrachten, ehe wir uns dafür oder dagegen entscheiden, liegt in der Arglosigkeit unseres Denkens. Wir denken in den Begriffen von Gut und Schlecht und Richtig und Falsch, statt uns die Binsenweisheit bewusst zu machen, dass alles, wirklich alles im Leben, zwei Seiten hat vor allem wir Selbst.

Wer bestimmt schließlich, was gut und was schlecht ist? Wir sagen voreilig: "Das ist gut", ohne zu überlegen, ob es auch für uns, hier, heute und auch noch morgen wirklich gut ist. Wie oft stellen wir dann fest, dass etwas ganz anders ist, als die gefällige Verpackung es versprochen hat.

Meistens war es nur die Ungeduld, mit der wir uns entschieden haben. Nachher stellt sich heraus, dass uns das vermeintlich Gute mehr Probleme bringt als Vorteile. Ist es nicht so?

Drei Fragen können Ihnen dabei helfen, auch die Kehrseite einer glitzernden Medaille nicht zu übersehen:

1. Welchen Nachteil hat der Vorteil, den ich bis jetzt kenne?
2. Was nützt es mir wirklich?
3. Warum soll ich mich gerade jetzt entscheiden und nicht erst später, wenn ich Vorteil und Nachteil gründlich abgewogen habe?

Wer immer uns zu einer Entscheidung drängen will, zeigt uns nur die gute Seite seines Angebots auf und will verhindern, dass wir kritisch prüfen. Er will unsere Phantasie in seine Richtung drängen, nährt unsere Hoffnungen und verspricht uns eindringlich alles, was wir uns wünschen. So lange, bis wir es glauben.

Wenn Sie Ihr Leben nach eigenen Maßstäben leben und nicht nach den Angeboten anderer, sollten Sie selbst wissen, was Sie wollen. Damit Sie die einseitige Versuchung nach den Maßstäben überprüfen können, die für Sie richtig sind, ehe Sie entscheiden.


Um diese Prüfung vorzunehmen, sollten Sie sich genügend Zeit lassen. Auch wenn man Sie zu einer schnellen Entscheidung drängen möchte.

Montag, Jänner 08, 2007

Selbstanalyse, über Liebe und das Leben

Unsere Welt ist voll von Menschen, die ständig auf der Suche nach Liebe sind, ohne genau zu wissen, was sie darunter verstehen. Ist es Zärtlichkeit, ist es die Angst vor dem Alleinsein?

Manche sagen auch: "Ich möchte geborgen sein." Also machen sie sich auf die Suche nach anderen Menschen, die ihnen alles das geben sollen und werden enttäuscht.Garantiert deshalb, weil es keinen anderen Menschen gibt, der Ihnen alle Ihre Sehnsüchte nach Liebe ein Leben lang erfüllen kann.

Für kurze Zeit vielleicht. Aber wenn wir uns dazu entschlossen haben, nicht nur für ein paar Stunden glücklich zu sein, sollten wir uns darüber im klaren sein, was das bedeutet.

Es bedeutet: Aus eigener Kraft und nicht, indem wir uns von anderen Menschen abhängig machen. Wenn unser Glück oder unsere Liebe von anderen Menschen abhängig sind, enden sie in dem Augenblick, in dem der andere nicht mehr mitspielt. Haben Sie diese Erfahrung nicht schon selbst gemacht?

Wie haben Sie darauf reagiert?


Indem Sie dem die Schuld geben, der Sie enttäuscht hat? Indem Sie verzweifelt weitersuchen und hoffen, dass Ihnen irgendwann einmal doch noch die große Liebe begegnet? .Oder haben Sie resigniert und reden sich ein: "Mir ist eben die große Liebe nicht vergönnt?"

Wenn Sie Ihr Lebensglück aus eigener Kraft gestalten, fängt alles bei Ihnen selbst an. Wirklich alles. Die Verantwortung für Glück und Unglück. Natürlich auch für die Liebe. Es bleibt Ihnen also gar nichts anderes übrig, als die Entscheidung zu fällen: "Ich liebe mich selbst, ehe ich die Liebe von irgend jemand anderem erwarte."

Sagen Sie sich doch einmal gleich jetzt diese vier Worte vor: "Ich liebe mich selbst." Vermutlich zögern Sie. Wahrscheinlich fällt Ihnen mindestens ein Grund ein, warum so eine Entscheidung nicht richtig sein kann. Oder darf. Manche denken sofort: "Das wäre ja reiner Egoismus."


Wie recht sie haben, es ist reiner Egoismus. Was ist dagegen einzuwenden, außer dass wir dazu erzogen wurden, Egoismus sei unmoralisch und verwerflich? Ein Leben lang wird uns suggeriert, wir müssten auf andere mehr Rücksicht nehmen als auf uns selbst, müssten Opfer bringen, uns einordnen und solidarisch sein. Warum eigentlich?


Was hat Ihnen das alles in Ihrem bisherigen Leben eingebracht? Wenn Sie darauf antworten: "Es hat mir Liebe und Glück gebracht", dann sollten Sie möglichst rasch dieses Seiten verlassen. Es würde Sie nur in Ihrem Glauben an die gute, heile Welt verunsichern, in der alle Menschen für einander nur das Beste wollen und es tatsächlich auch tun.


Wenn Sie allerdings zu dem Schluss kommen, dass Sie Ihr Glück nicht von anderen Menschen erwarten, sondern es aus eigener Kraft gestalten wollen, gibt es keine Alternative zu dem Bekenntnis: "Ich liebe mich selbst. Und zwar so, wie ich bin."

Dienstag, Jänner 02, 2007

Charisma und Körpersprache

Zu den großen Irrtümern, die nicht auszurotten sind, gehört die Ansicht, Charisma sei eine Gabe der Götter, sei angeboren. Kürzer formuliert: Man hat es oder man hat es nicht. Wir haben gelernt, dass alles was der Mensch kann, er nur deshalb kann, weil er es gelernt hat.

Wenn wir nun darangehen, charismatische Persönlichkeiten zu analysieren, ganz gleich wann sie gelebt haben, so werden wir feststellen, dass sie alle ein ähnliches Verhaltensmuster verbindet, nämlich die Ausstrahlung über Körper, Augen, Stimme und suggestive Formulierungsfähigkeit.

Wir Deutschen haben aufgrund unserer Geschichte ein negatives Verhältnis zur Macht. Der Begriff "Macht" ist besetzt mit der Vorstellung von Gewalt, Krieg, Unterdrückung, Leid. Versuchen wir darum, zuerst den Begriff Macht emotional zu neutralisieren. Beginnen wir beim negativsten Gefühl, das der Mensch erleben kann. Das ist das Gegenteil von Macht: die Ohnmacht.

Ohnmächtig zu sein bedeutet: hoffnungslos, leblos, freudlos. Ein machtvoller Mensch ist aber genau das Gegenteil des Ohnmächtigen. Und was wollen Sie sein?

Wer sich ohnmächtig fühlt, ist "ohne Macht". Ohne Macht ist der Mensch ohne Energie, er traut sich nichts zu, hat keine Erfolgserlebnisse und fühlt sich deshalb minderwertig. Er kann sich nicht richtig einschätzen und wird mehr und mehr von einem Komplex beherrscht, der ihm das Leben schwer macht: dem Minderwertigkeitskomplex.


Die innere Einstellung wird auch äußerlich sichtbar: Ein Mensch mit Minderwertigkeitskomplexen fühlt sich nicht wohl, mag sich nicht ja, er kann nicht einmal seine Vorzüge erkennen.

Er versucht, möglichst nicht aufzufallen, und fällt gerade deshalb besonders auf. Er macht sich kleiner, die Füße und Hände sind ständig in Bewegung, der Atem ist flach, die Brust eingefallen, die Schultern nach vorn gebeugt, der Blick ist unsicher. Selbst die Kleidung scheint nicht zu ihm zu passen.


Seine Stimme ist leise, sehr dünn und viel zu hoch. Er bewegt sich immer im Hintergrund, ist in sich selbst zurückgezogen. Seine Fähigkeiten sind nicht entfaltet, vielmehr ist er zusammengefaltet, sein Körper macht das sichtbar.

Angst spielt eine große Rolle im Leben der Menschen, die sich minderwertig fühlen. Angst davor, aufzufallen, Fehler zu machen, nicht geliebt zu werden. Angst vor Versagen, manchmal nur in einigen Bereichen, manchmal aber auch vor jedem neuen Tag.


Angst erzeugt ein Gefühl des Bedrohtseins, der Beklemmung. Angst lähmt, macht passiv, kann krank machen. Oft kann man gar nicht mehr feststellen, wo die Angst beginnt und wo sie aufhört.

Zweifel und Bedenken sind Gefährten der Angst. Es ist wichtig, die zerstörerischen Energien der Angst zu kennen. Denn Menschen zu führen, heißt in vielen Fällen, sie erst einmal aus ihrer pessimistischen Haltung zu entführen, ihnen ihre Angst zu nehmen und positive, sinnvolle Ziele aufzuzeigen, die ihnen helfen, ihr Leben in andere Bahnen zu lenken. Deshalb sind charismatische Menschen so wichtig.

Vorbilder sind die Männer und Frauen, die etwas im Leben bewirkt haben. Menschen, die nicht von Minderwertigkeitsgefühlen niedergedrückt, von Ängsten beherrscht waren. Erfolgreiche, charismatische Persönlichkeiten waren und sind sicher und selbstbewusst. Ihre Körperhaltung ist der sichtbare Ausdruck ihrer Geisteshaltung. Sie stehen gerade, mit beiden Füßen fest auf dem Boden, haben eine aufrechte, gerade Haltung, einen ruhigen, konzentrierten Blick.

Die Hände zeigen sie ohne Scheu, vermitteln Sicherheit und Kraft, der Gesichtsausdruck ist freundlich. Diese erfolgreichen Menschen sind geistig und körperlich beweglich. Sie wissen, dass ihr Körper ein wesentliches Mittel der Kommunikation ist, sie strahlen positive Energie, Lebensfreude und Optimismus aus.

Schon aus der Ferne, am Gang, an der Bewegung kann man ihn erkennen: den erfolgreichen Menschen. Wie könnte er auch sonst Menschen begeistern?

Was bringt einen Menschen dazu, an sich zu arbeiten, seine innere und damit auch seine äußere Haltung zu verändern? Was motiviert ihn, sich abheben zu wollen von seinen Mitmenschen? Eine der Antriebskräfte ist das Verlangen nach Anerkennung. Manchmal ist der Hunger nach Anerkennung sogar größer als der Hunger nach körperlicher Nahrung.


Und deshalb steht derjenige im Mittelpunkt, der diesen seelischen Hunger nach Anerkennung stillen kann. Aus Erfahrung wissen wir selbst, dass der Hunger nach Brot sich stillen lässt, das Verlangen nach Anerkennung aber nicht, weil kein Mensch genug davon bekommen kann.

Das Gefühl, anerkannt und geschätzt zu werden, macht glücklich. Doch es gibt gar nicht so viele Menschen, die loben können, oftmals weil sie Selbst ein Defizit an Lob und Anerkennung haben. Nur wenige haben die Größe und die Kraft, etwas zu geben, was sie selbst nie erhielten. Das Bedürfnis nach Anerkennung zu befriedigen, setzt sehr viel Selbstbewusstsein voraus.

Erfolg durch Inspiration

Menschen lassen sich führen von jemandem, der Vertrauen erweckt. Erstaunlich viele Menschen lassen sich lieber führen als Selbst zu führen, sind lieber passiv als aktiv. Sie sind eher emotional als intellektuell ansprechbar.


Aus diesem Grund muss beispielsweise ein Rhetorik-Seminar richtig konzipiert sein, muss diesen wichtigen Aspekt berücksichtigen und nicht intellektuelles Führungsverhalten lehren und trainieren. Viel wichtiger ist menschliche Führung, die sich nur aus der Stärke einer Persönlichkeit entwickeln kann. Darum wiederholen wir immer wieder.

Nicht die Argumente sind wichtig, Sie Selbst sind wichtig.

Dienstag, Dezember 26, 2006

Träume selbst erfüllen

Damit es nicht beim Träumen bleibt, sondern die Träume zur Realität werden, ist es wichtig, dass Sie alles schriftlich fixieren. Das Aufschreiben ist nämlich eine wichtige Realisierungsübung, das Schreiben macht den Geist sichtbar, er wird Materie.

Eine weitere gute Übung: Schreiben Sie spontan auf, was Sie tun würden, wenn Sie drei Millionen im Lotto gewännen?

Ich würde:................

Irgendwann in Ihrem Leben werden Sie feststellen: Nicht das Geld ist das Entscheidende, Ideen und Konzepte sind viel wichtiger. Was Sie benötigen, sind Ideen und Wünsche, die Sie begeistern, von denen Sie überzeugt sind und mit denen Sie sich identifizieren können.


Wenn Sie sich mit Liebe an Ihre Aufgaben machen, sind Sie geradewegs auf dem Weg zum Erfolg. Denn die Liebe ist es, die die schöpferischen Kräfte im Unterbewusstsein weckt.

Nutzen Sie die Fähigkeiten Ihres Unterbewusstseins. Das Unterbewusstsein, die Baustelle des Lebens und der Arbeitsraum der Seele hat die Tendenz, jeden Gedanken zu realisieren

Aus dem kleinsten Gedankenfunken kann ein leuchtendes Feuer werden. Alles, auch das Größte, hat einmal ganz klein angefangen. Immer wieder benötigen wir Mut, um ganz klein und von vorne zu beginnen.

Zustimmung aktiviert Kräfte - Ablehnung vernichtet Lebenskraft. Wer an seine Ziele glaubt, liebt seine Ziele. Mit diesem Motto können Sie Ihre Ziele leicht lieben lernen


FÜR etwas sein nicht GEGEN alles ankämpfen!

Und haben Sie nicht schon immer, vielleicht bisher aber nur vage und unbewusst, bemerkt: Wer für etwas ist, ist immer der Stärkere. Lernen Sie umzudenken, lernen Sie nie gegen etwas zu sein. Diese Erkenntnis zu praktizieren ist ziemlich schwierig, aber nur mit dieser positiven Einstellung werden die größten Erfolge überhaupt erst möglich.

Glaube führt zur Tat. Konzentration führt zum Erfolg. Wiederholung führt zur Meisterschaft. Im täglichen Leben können Sie immer wieder beobachten, dass ein Mensch, der an seine Ziele glaubt, seine Ziele liebt, deshalb aktiv ist, etwas tut, etwas unternimmt. Er ist ein Unternehmer, also jemand, der etwas unternimmt, eine positive Veränderung bewirkt. Das führt immer zum Ziel.

Träume selbst erfüllen

Im Frühling können Sie mit Pflanzen und Blumen sprechen. Wenn Sie diese Fähigkeit besitzen, werden Sie hören, dass jede Pflanze Ihnen zuruft: "Ich will wachsen, ich will mich entfalten, ich will erblühen, und ich will Früchte tragen." Damit Sie auch für sich diese schöpferischen Impulse nutzen, machen Sie doch jetzt gleich diese wirksame Übung: Vollenden Sie fünfmal den Satz: "Da die Zeit reif ist, werde ich. .."

Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie heute Nacht in dem Bewusstsein einschlafen, dass es nichts Schöneres gibt, als die Zeit seines Lebens zu nutzen, um sich seine Wünsche Selbst zu erfüllen.

Montag, Dezember 18, 2006

Durch positiv Denken zur starken Persönlichkeit

FÜR etwas (das Leben) sein - nicht GEGEN (das Leben) alles ankämpfen

Eine starke Persönlichkeit sein, das ist für viele Menschen ein großes Ideal. Die Nachschlagewerke sind voll mit Namen von Persönlichkeiten. Bekannt zu sein, ist also keine Seltenheit.


Aber bedenken Sie: Kein Mensch wurde schon als gereifte Persönlichkeit geboren. Persönlichkeit muss erarbeitet werden, muss wachsen. Sie wissen, der Mensch ist ein" Werdender"

Aber wie kann man zu einer Persönlichkeit werden? Neulich führte ich ein langes Gespräch mit einem Unternehmer. Er erklärte mir, mit welcher Kraft er seit Jahren gegen seine Ängste ankämpfe. Er versuchte es mit Psychoanalyse, mit Alkohol, mit Tabletten. Nichts konnte ihm nachhaltig helfen.


Es war eine Geschichte von tausend großen und kleinen Kämpfen und da er noch lebte, hatte er seine Kämpfe gewonnen. Aber durch die gewaltigen Kraftakte war er mal wieder, wie schon so oft, am Ende. Er war leer, seine Kraft war verbraucht.

Warum erzähle ich Ihnen diese traurige Geschichte? Ich möchte Ihnen zeigen, wohin es führt, wenn man seine Energien in die falsche, nämlich in eine negative Richtung lenkt.

Wohin fließen unsere Energien?

Die Philosophie des Erfolgreichen Weges basiert auf dem Gedanken, dass die Macht des Positiven das Negative überwindet.

Gehen wir nicht täglich Opfer, die auf der Strecke bleiben, weil sie dieses Bewusstsein nicht haben? Denken Sie nur an die hohe Zahl von Selbstmorden, an die große Anzahl voll Firmen, die in Konkurs gehen, an all die Misserfolge. Dies ist das Resultat des Kampfes gegen das Negative.

Manche Menschen scheinen ihre Kraft nur dann spüren zu können, wenn sie gegen etwas ankämpfen. Ihr ganzes Leben ist Kampf. Ohne Kampf fehlt ihnen scheinbar das Gefühl zu leben. Und gibt es wirklich einmal nichts zu kämpfen, dann schaffen sie sich künstliche Feindbilder.


Glauben Sie ja nicht, dass es das nur in der Politik gibt. Auch das tägliche Leben ist voller Feindbilder. Schauen Sie sich nur um und Sie sehen, wie viel sinnlose Kämpfe es gibt. Leben ist Energie. Und eine lebensentscheidende Frage ist: Wohin fließen unsere Energien? In welche Kanäle, in positive oder negative?

Misserfolg: falscher Einsatz unserer Energien

Erfolgreiche Menschen sind voller Energien, wohlgemerkt positiver Energien, sie haben eine positive Ausstrahlung, verbreiten eine angenehme Atmosphäre, in der sich jeder wohl fühlt. Diese Menschen sind erfolgreich und glücklich, im Beruf, in der Familie, im Freundeskreis, bei Hobby und Sport.

Es ist auch kein Wunder, dass positive Menschen gesund und vital sind. Betrachten Sie Ihre Mitmenschen einmal genauer. Es gibt Menschen, die sehen mit 50 aus, als wären sie 40. Andere sehen mit 50 aus, als wären sie bereits 60. Alter ist keine Frage der Jahre, viel entscheidender ist die grundsätzliche Lebenseinstellung, die Art und Weise, wie und wohin man seine Energien lenkt.

Wer seine Kräfte in nutzlosen Kämpfen verbraucht, hat keine Erfolgserlebnisse, die ihn aufbauen, ihm Energie geben. Die Negativdenker altern viel schneller, weil ihre Kräfte sich verbraucht haben und sie keine positiven Impulse erhalten, um ihre Energien wieder zu mobilisieren.

Wer die Gesetzmäßigkeiten kennt, kann sein Leben schnell in andere Bahnen lenken. Misserfolge beruhen in der Regel nicht auf mangelnder Intelligenz, sondern auf einer Fehlsteuerung der Energien.


Versager sind oft sogar intelligenter als Erfolgreiche, aber sie nutzen ihre Energien falsch. Je weniger ihnen dieser Mechanismus bewusst ist desto schlimmer ist es: Sie sehen nur im Kampf die Lösung, verbrauchen ihre Energie und sich selbst.

Kennen Sie auch Menschen, die nichts anderes tun in ihrem Leben als kämpfen und darauf stolz sind, ohne zu bemerken, dass sie ihre Kräfte vergeuden und ihre Chancen zu einem wirklichen Erfolg übersehen?

Erfolg: Abschied von negativen Gewohnheiten

Natürlich ist es nicht einfach, sich von Gewohnheiten zu lösen, und negative Angewohnheiten sitzen meist besonders fest. Aber es bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als die Konsequenzen zu ziehen und eine große Entscheidung zu treffen, wenn Sie destruktives Verhalten ablegen möchten. Wenn Sie das tun, dann haben Sie einen entscheidenden Schritt gemacht: Ein positives Leben kann beginnen!

Zögern Sie nicht. Fällen Sie jetzt die Entscheidung, die längst fällig ist und Ihr Leben grundsätzlich verändern wird: "Ab sofort lebe ich noch positiver."

Lernen Sie ganz bewusst, noch konstruktiver zu denken, und lassen Sie uns gleich damit beginnen. Suchen Sie sich fünf gute Vorsätze, die Sie wie folgt aufschreiben: "Es ist nicht leicht, trotzdem werde ich ..."